Der Kampf der Geschlechter

(Ogus ossia Il trionfo del bel sesso)

Dramma giocoso per musica

von Giovanni Bertati (1735 – 1815)

Musik von Peter von Winter (1754 – 1825)

Uraufführung in Prag 1795

Übersetzung und Fassung von A. und H. Vladar (2005)

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Die Fürstin Mara hat mit Gleichgesinnten – der Bevormundung durch die Männergesellschaft überdrüssig – die Stadt Gynopolis gegründet. Man ist gerade dabei, den Jahrestag zu feiern, als eine Schreckensnachricht kommt: Der als Frauenhasser bekannte Fürst Ogus eile mit seinen Tartaren herbei, um die „Naturordnung“ wieder herzustellen. Der „Kampf der Geschlechter“ wird mit den geschlechtsspezifisch unterschiedlichen Waffen geführt. Wer wird wohl siegen?

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Vladar verstand es glänzend, einerseits das Textbuch pfiffig und gewitzt für heutige Zeiten angemessen einzurichten, andererseits in seiner Inszenierung die Balance zu halten zwischen dramatischen und lyrischen Elementen und zwischen ironischer Distanz und emotionaler Einfühlung. So gelingt der Kammeroper eine temporeiche, von der Spielfreude des Ensembles und den diesmal praktisch permanent präsenten und geforderten Chören getragene Wiedergabe, die szenisch wie musikalisch zu begeistern weiß. – Peter von Winters erstaunlich variable Handhabung der Arien, sein versierter Umgang mit den verschiedensten Ensemblebesetzungen und seine überaus vielseitige, originale und ausgereifte Instrumentierung können so, nicht zuletzt Dank des ausgefeilten und schwungvollen Spiels der Mitglieder des Akademischen Orchesterverbandes München unter der Leitung von Alois Rottenaicher prächtig zur Geltung kommen. Das Bühnenbild von Ulrich Hüstebeck schafft es vortrefflich, den meist sehr personalintensiven Auftritten Raum und Stimmung zu geben, wobei die kleine Bühne ungeahnte Weiten und Tiefen gewinnt.
(Donaukurier Ingolstadt) 24.07.06

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