Der tote Dichter lebt – Der Maultiertreiber

51. Produktion im Stadttheater Neuburg/Donau im Juli 2019

HEROLD, FERDINAND
* 1791 in Paris – † 1833 in Paris

»Der tote Dichter lebt«

Opéra-comique in einem Akt
UA: 1820 Paris; L.: Eugène de Planard

Dorville, unter dem Namen Valcour, Dichter

Karsten Münster

Mr. Dorville, sein Onkel, alter reicher Händler

Horst Vladar

Madeleine, seine Tochter

Ines Vinkelau

Florival, junger Dandy aus Paris

Goran Cah

Denise, Mädchen vom Land

Laura Faig

Pierre, ihr Bräutigam

Wilfried Michl

Musikalische Leitung

Alois Rottenaicher

Inszenierung

Michael Hoffmann

Korrepetition

Su Jin Kim

Bühnenbild

Michele Lorenzini

Orchester

Orchester des Akademischen Orchesterverbandes München

Der wenig erfolgreiche Theaterdichter Dorville hat in Paris Nachricht über seinen Tod verbreiten lassen, ist aber in Wirklichkeit in der Provinz untergetaucht, wo er weiter Dramen schreibt. Diese bringt ein Freund als im Nachlass des „Verstorbenen“ gefunden an die Theater – jetzt von Presse und Publikum bewundert und gerühmt. Schwierigkeiten ergeben sich aber als der Onkel des Dichters auf der Spurensuche auftaucht. Ihn begleitet seine Tochter Madeleine, in die der Dichter einst sehr verliebt war. Die Liebe flammt wieder auf, doch sind einige Turbulenzen zu überwinden, da der Onkel außer Madeleine noch deren Verlobten mitgebracht hat. Da trifft ein Brief aus Paris ein: Dorville wird – nachdem bekannt wurde, dass er noch am Leben ist – als Mitglied in die „Académie française“ aufgenommen. Onkel und Madeleine verstehen die Beweggründe für sein Versteckspiel und verzeihen. Der Onkel segnet den Bund mit Madeleine.

Ferdinand Hérold

gehörte einer Musikerfamilie an, deren Wurzeln im Elsaß zu suchen sind. Er wurde am 28. Januar 1791 in Paris geboren. 1811 hatte er von E. Méhul Kompositionsunterricht und erhielt den begehrten Rom-Kompositionspreis. Über Neapel, wo seine erste Oper „La jeunesse de Henri V“ 1815 begeistert aufgenommen wurde, nach Paris zurückgekehrt erhielt er einen Posten als Kapellmeister am Théâtre-Italien. Mit seinen Opern hatte er meist großen Erfolg. Auch unsere beiden Opern stammen aus dieser Zeit.
1824 wechselte er als Chordirektor an die Opéra, wo er aber vor allem Ballettmusiken schrieb. Darunter war sein heute wohl bekanntestes Werk, das Ballett „La fille mal gardée“ (1828). Seine Opern „Zampa“ (1831) und „Le Pré-aux-clercs“ (1832) erzeugten Beifallsstürme, doch konnte sich Hérold dem Publikum nicht mehr zeigen. Er war todkrank und starb am 19. Januar 1833. In nur 20 Jahren schuf Herold mehrere bedeutende Bühnenwerke. In ihnen gibt es immer wieder Hinweise auf sein Idol Mozart. Er zeigt sich als dramatischer Komponist, dem es gelingt mit wenigen „Strichen“ die szenische Situation zu treffen. So finden wir auch in seinen leichten einaktigen Opern melodischen Reichtum, überzeugend ausgedrückte Leidenschaft, harmonische Eigenständigkeit und geschickte Instrumentierung.

Der Librettist:

François-Antoine-Eugène de Planard, * 04.02.1783 †13.11.1853 in Paris, der Autor von „Der tote Dichter lebt“, schrieb u. a. Libretti für Auber, Hérold, Adam, Carafa, Halévy, Komponisten die dank der Kammeroper schon in Neuburg zu hören waren.

Der Maultiertreiber

Opéra-comique in einem Akt
UA: 1823 Paris; L.: Paul de Kock (nach Boccaccio und De La Fontaine)

Enrique, Maultiertreiber

Goran Cah

Rodrigo, alter Wirt

Michael Hoffmann

Flandrino, Neffe Rodrigos, Kellner

Wilfried Michl

Inesia, junges Mädchen, Rodrigos Frau

Laura Faig

Zerbine, Nichte und Mündel Rodrigos

Ines Vinkelau

Pedro, Freund Enriques

 Karsten Münster

Musikalische Leitung

Alois Rottenaicher

Inszenierung

Horst Vladar

Korrepetition

Su Jin Kim

Bühnenbild

Michele Lorenzini

Orchester

Orchester des Akademischen Orchesterverbandes e. V. München

Der nicht mehr junge Gastwirt Rodrigo hat seine Nichte Zerbine dem etwas einfältigen Flandrino versprochen. Sie aber liebt den Maultiertreiber Enrique, den Rodrigo ablehnt. Er selbst hat gerade Inesia, ein sehr junges, unerfahrenes Mädchen, geheiratet. Misstrauisch die Umtriebe seiner Gäste fürchtend will er sie am nächsten Tag in einem Haus weit außerhalb des Dorfes unterbringen und versteckt sie in einem Stall. Ausgerechnet dort haben sich Zerbine und Enrique zu einem Rendezvous verabredet, und Enriques Kameraden schlafen davor im Stroh. Das alles führt zu turbulenten Szenen. Der Wirt ist am Morgen ratlos. Mit der Drohung, alles den Dorbewohnern zu erzählen, erpresst Enrique die Zustimmung zu seiner Hochzeit mit Zerbine. Alle – außer Flandrino – freuen sich auf ein neues Hochzeitsfest.

Ferdinand Hérold gehörte einer Musikerfamilie an, deren Wurzeln im Elsaß zu suchen sind. Er wurde am 28. Januar 1791 in Paris geboren. 1811 hatte er von E. Méhul Kompositionsunterricht und erhielt den begehrten Rom-Kompositionspreis. Über Neapel, wo seine erste Oper „La jeunesse de Henri V“ 1815 begeistert aufgenommen wurde, nach Paris zurückgekehrt erhielt er einen Posten als Kapellmeister am Théâtre-Italien. Mit seinen Opern hatte er meist großen Erfolg. Auch unsere beiden Opern stammen aus dieser Zeit.
1824 wechselte er als Chordirektor an die Opéra, wo er aber vor allem Ballettmusiken schrieb. Darunter war sein heute wohl bekanntestes Werk, das Ballett „La fille mal gardée“ (1828). Seine Opern „Zampa“ (1831) und „Le Pré-aux-clercs“ (1832) erzeugten Beifallsstürme, doch konnte sich Hérold dem Publikum nicht mehr zeigen. Er war todkrank und starb am 19. Januar 1833. In nur 20 Jahren schuf Herold mehrere bedeutende Bühnenwerke. In ihnen gibt es immer wieder Hinweise auf sein Idol Mozart. Er zeigt sich als dramatischer Komponist, dem es gelingt mit wenigen „Strichen“ die szenische Situation zu treffen. So finden wir auch in seinen leichten einaktigen Opern melodischen Reichtum, überzeugend ausgedrückte Leidenschaft, harmonische Eigenständigkeit und geschickte Instrumentierung.

Der Librettist:

Paul de de Kock (* 21.05.1793 in Passy † 27.08.1871 in Romainville), der Autor von „Der Maultiertreiber“, war ein französischer Romanschriftsteller und Dramatiker. Er gehörte zu den bestbezahlten Autoren Frankreichs. Im Sommer 1870, offenbar bei Ausbruch des Deutsch-Französischen Krieges, stellte er seine literarischen Arbeiten ein.

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